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Auch in Heynitz und Niederjahna sind Schwalben willkommen!

NABU würdigt privates Engagement

Fam. Albrecht engagiert in Niederjahna - Foto: Erik Kubitz
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Fam. Albrecht engagiert in Niederjahna - Foto: Erik Kubitz

Heynitz – Selbst wenn eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, wie der Volksmund gerne sagt, ist es jedes Jahr schön, wenn die Sommerboten wieder im Schlosshof neben der Naturschutzstation Heynitz eingetroffen sind. In diesem Jahr konnten wir bis jetzt vier Rauchschwalbenpaare begrüßen und vielleicht gesellt sich demnächst auch noch der eine oder andere Nachzügler hinzu.

Diese Begeisterung für die Schwalben teilen auch viele andere Menschen unserer Region mit uns. So gibt es immer wieder schöne Anlässe, Familien für ihr Engagement im Schwalbenschutz mit der Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“ auszuzeichnen. Familie Albrecht aus Niederjahna erhielt in der letzten Woche diese Ehrung. Bei der liebevollen Sanierung ihres Wohnhauses berücksichtigen sie die Bedürfnisse der Vögel mit großem Enthusiasmus. In den alten Stallräumen wurde beispielsweise beim Einbau einer neuen Tür extra darauf geachtet, den Schwalben ein ungehindertes Ein- und Ausfliegen durch ein separates Oberlicht zu ermöglichen. Auch hier sind Rauchschwalben zu Hause, die bevorzugt drinnen und am liebsten in warmen Ställen nisten. Die andere bei uns verbreitete Art, die Mehlschwalbe baut ihre kunstvollen Nester in aller Regel draußen hoch unter dem Dachvorsprung an rauen Hauswänden.

Als Kulturfolger wohnen Rauch- und Mehlschwalben schon seit Jahrhunderten mit uns zusammen in den Siedlungen. Wer sie wirksam unterstützen möchte kann dies auf ganz unterschiedliche Weise tun. Vor allem brauchen die Vögel Zugang zu Gebäuden. Eine offene Tür, ein nicht geschlossenes Fenster weckt das Interesse der Schwalben. Bitte sperren Sie die kleinen Glücksbringer nicht aus! Wird an übersichtlicher Stelle eine Lehmpfütze angelegt und während der Frühjahrszeit stetig feucht gehalten, können Schwalben dort Material für den Nestbau sammeln - In unser stark versiegelten Landschaft eine Maßnahme von unschätzbarem Wert! Auch im Handel erhältliche Nisthilfen werden, an geeigneter Stelle montiert, gerne angenommen. Der Rasenmäher darf sich hoffentlich häufiger ausruhen und Teile der Wiese im Garten bleiben ungemäht, dann nämlich finden Insekten eine Bleibe. Diese sind ausgesprochen wichtig, da Schwalben sich ausschließlich davon ernähren. Für die Aufzucht einer Brut benötigen die Vögel in etwa 1 kg Insekten – das entspricht ca. 250.000 Individuen!


Für Rückfragen:

NABU Naturschutzstation Heynitz, Redaktion: Erik Kubitz, Tel.: 035244 498870, E-Mail: kubitz_at_nabu-sachsen.de, Heynitzer Straße 8-10, 01683 Nossen


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